TASCHEN-SPACE HULK - Space Hulk: Todesengel
GENRE: Kartenspiele
VERLAG: Heidelberger Spieleverlag
AUTOR: Corey Konieczka
GRAFIK: Bradford Rigney u. a.
SPIELER: 1 - 6
ALTER/USK: Ab 13 Jahren
DAUER: 30 Minuten
SPIELINHALT: 128 Spielkarten, 12 Support Tokens, 6 Combat Team Markers, 1 Würfel, Spielregeln
PREIS: UVP 19,95 € | Im Handel erhältlich
Im beliebten „Warhammer 40.000“-Universum bewegt sich „Space Hulk: Todesengel“ - ein Kartenspiel für ein bis sechs Spieler. Die Spieler übernehmen die Rollen der Blood Angels, einer Elitetruppe der Space Marines, die sich gegen die stetig wachsende Horde an Symbionten zur Wehr setzen und diese dann auch beseitigen muss. Wie zuletzt „Pandemie“ oder „Space Alert“ ist auch „Todesengel“ ein kooperatives Spiel, was nicht anderes bedeutet, als dass alle Spieler gemeinsam gewinnen oder verlieren.
Als Spieler wählt man sich zu Beginn eine von sechs möglichen Kampfgruppen, bestehend aus zwei Space Marines, aus. Diese haben jeweils unterschiedliche Fähigkeiten. Jedes Kampfteam erhält zudem drei farblich passende Actionkarten. Dann kann es losgehen. Der Spielablauf ist schnell und einfach zu erlernen.
Doch bevor das eigentliche Spiel beginnt, gilt es noch die Standortkarten vorzubereiten. Man mischt dazu die nummerierten Standortkartenstapel getrennt. Dann wird anhand der Anweisungen auf der Standort-Startkarte ein Stapel zufällig ausgewählter verdeckter Standortkarten aufgebaut. Steht auf der Karte z.B. „1C 2 3 4“, würden die Spieler vier Standortkarten übereinanderlegen, ganz unten eine zufällig ausgewählte Standortkarte mit dem Aufdruck „4“ und obenauf eine zufällig ausgewählte Standortkarte mit dem Aufdruck „1C“. Dieser Stapel wird aufgedeckt, wenn die Space Marines neue Standorte betreten.
Die Spielrunden eines jeden Spiel sind in unterschiedliche Phasen unterteilt. Während der Aktionsphase entscheidet sich jeder Spieler im Verborgenen, welche seiner Actionkarten er zu spielen gedenkt. So ist ein möglicher Angriff auf Symbionten, die Bewegung an strategisch bessere Positionen oder die Unterstützung der anderen Space Marines im Kampf möglich. Aber Achtung: Die gewählte Aktion kann in der nächsten Runde nicht wiederholt werden und so heißt es bei der Auswahl sehr genau zu überlegen.
Die Durchführung der Aktionen bindet alle Spieler ein. Motiviert durch die Chancenungleichheit gegenüber den Symbionten heißt es nämlich: zusammenarbeiten oder untergehen. Die Abwicklung der Aktionen erfolgt in ansteigender Reihenfolge entsprechend der auf den Karten abgebildeten Nummern. Die niedrigste Nummer beginnt, was bedeutet, dass Angriffe auf die Unterstützungskarten folgen. Support Tokens wiederum ermöglichen es einzelnen Space Marines verpatzte Angriffe nochmal zu würfeln, wodurch sich die Kämpfer im Einsatz gegenseitig unterstützen können.
Das ist auch zwingend notwendig. Denn wenn man es nicht gemeinsam schafft, die Horden an Symbionten aufzuhalten und zu dezimieren, hat man in der nun folgenden Angriffsphase wahrlich schlechte Karten. Weil es jetzt heißt höher zu würfeln als die attackierenden Symbionten. Wenn diese angegriffen haben, zieht der Spieler am Zug die oberste Ereigniskarte und wickelt sie ab. Ehe er sie den Mitkämpfern zeigt, entscheidet er sich für eine Space-Marine-Karte eines anderen Spielers und lässt die entsprechende Anzahl Symbionten dort auftauchen. Sind alle Bösewichte so ins Spiel gebracht, ist es für die Space Marines an der Zeit zum nächsten Standort voranzuschreiten.
Das Spielziel ist es, die letzte aus 22 möglichen Standortkarten zu erreichen und deren Siegbedingungen zu erfüllen. Die Spieler können auch gewinnen, indem sie im letzten Standort alle Symbionten auslöschen. Ist eine der beiden Bedingungen erfüllt, haben alle Spieler gewonnen. Sollten alle Space Marines sterben, haben alle Spieler verloren. In den seltenen Fällen, da der letzte Space Marine genau in dem Moment stirbt, in dem die Spieler eine Siegbedingung erfüllen, gewinnen die Spieler trotzdem.
FAZIT |Wer hätte das gedacht, man braucht nur 128 Spielkarten um das Flair des „Space Hulk“ einzufangen. Für Spieler, die „Warhammer 40.000“ nicht kennen, ist „Todesengel“ einfach ein spannendes, leicht zu erlernendes Kooperationsspiel. Für Fans der Spielewelt dagegen endlich eine tolle Möglichkeit gemeinsam das „Böse“ zu besiegen. Selbst der Gott-Imperator hätte daran seine helle Freude!!






