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06.04.2010 15:02:35

SCHÜTZE DAS REICH! - Drakensang – Am Fluss der Zeit

Als Prequel zum Spielehit der Vorjahre will auch das neue Drakensang als klassisches Party-Rollenspiel mit großartiger Atmosphäre, einer detaillierten Spielwelt und tollen Charakteren überzeugen. Was auf euch beim neuen PC-Spiel in der Welt von „Das Schwarze Auge“ zukommt, konnte GamesOrbit bereits vor Release in Erfahrung bringen.
BILDERSTRECKE
Drakensang – Am Fluss der Zeit - Box
Drakensang – Am Fluss der Zeit - Screen
PRODUKTINFORMATION
DRAKENSANG - AM FLUSS DER ZEIT

GENRE: Rollenspiel Digital
VERLAG: dtp Entertainment
SPIELER: 1
ALTER: Ab 12 Jahren
PREIS: UVP 49,95 €
MEHR INFOS IM INTERNET

Das neue PC-Spiel „Drakensang – Am Fluss der Zeit“ von Radon Labs aus dem Hause dtp Entertainment nimmt den Spieler mit auf eine Schiffsreise entlang des Großen Flusses, die „Drakensang“-Fans nicht nur jede Menge Abenteuer in Aventurien, dem Lande aus „Das schwarze Auge“ beschert, sondern auch interessante Hintergründe zu den Ereignissen des letzten „Drakensang“-Spiels verrät. Um den Strom ranken sich mythische Legenden, die in die Handlung einfließen. Alles nimmt hier seinen Anfang.

Auf einem Schiff befindet sich ein Lehrling auf dem Weg zu seiner Abschlussprüfung nach Nadoret, der Stadt am Fluss, die den Hauptspielort von „Drakensang – Am Fluss der Zeit“ bildet. Der junge Mann ist der eigene Spielercharakter, der unterwegs auf eine merkwürdige Gruppe von drei Personen trifft, deren Identität er erst nach und nach ergründet. Es handelt es bei diesen um Forgrimm, Ardo vom Eberstamm und Cuano -allesamt bekannt aus „Das Schwarze Auge: Drakensang“. Das Schiff wird überfallen, doch sind die Piraten schnell besiegt, auch weil die drei erfahrenen Helden mithelfen. Unterwegs gilt es dann ein Schloß, Dörfer und die Wildnis selbst zu entdecken. Mit jedem Ort, den der Spieler besucht, verändert sich seine Sicht auf die Dinge. Je nach Charakterwahl und Verhalten ergeben sich so neue Möglichkeiten und Questreihen. Die Gespräche werden nicht nur im Muliple-Choice-Modus geführt, sondern man hat eine echte Wahl, was unterschiedliche Quests und mehrere Lösungswege ermöglicht. Ist man z.B. im Hafen von Nadoret angekommen, kann man erfahren, ob ein bärtiger Geselle, der einen anspricht, ein Priester des Flussgottes ist und ihm auf eine Insel folgen.

Die Erstellung des eigenen Charakters verläuft für Einsteiger und ungeduldige Naturen denkbar einfach: Nach der Durchsicht der Beschreibung von Krieger, Schurke, Magier und all den anderen Archetypen, gilt es seine Wahl zu treffen und loszulegen. Mit welcher Charakterklasse, im „DSA“-Jargon Archetyp genannt, bedingt, wie man das Spiel beginnt.

So tritt man als Krieger der Stadtgarde bei, als Magier in die Dienste von Magister Bruckbart, als Schurke muss man sich als Taschendiebe betätigen, während Naturkundige ihren Weg an der Seite des Elfen Laurin beginnen. Zum „heiligen“ Held kann man ebenfalls werden, allerdings nicht von Beginn an, vielmehr haben Schurken (Diebe, Streuner oder Einbrecher) die Möglichkeit nach der Einführungsmission, ein Geweihter des Gottes Phex zu werden. Neu sind auch die fünf sogenannten Mirakel, die ein Geweihter (Cuano ist ein solcher) als Zauber einsetzen kann, so schleudert der „Sternenwurf“ einen Lichtblitz auf die Feinde, „Das bessere Angebot“ aber ist hilfreich, weil man einen intelligenten Gegner (kurzzeitig) auf seine Seite bringt. Das brauchen diese Charaktere übrigens Karma, dass sie durch Phex gefälliges Handeln wie Stehlen wieder auffüllen können.

Neben den 20 aus „Drakensang“ bekannten Typen stehen auch zwei neue Charaktere Zur Auswahl: Der Gjalskerländer Stammeskrieger und der Geode, ein Zauberer der Zwerge. Ebenfalls neu sind Schieberegler für Frisuren, Gesichtsform und Statur der Heldenfigur. Bei der Spielsteuerung erscheint auf den ersten Blick alles wie gehabt: Benutzeroberfläche, Menüs, Charaktermanagement, Kampfsystem - alles unverändert. Wer dagegen auf die im Charaktermenü angesiedelte Schaltfläche „Expertenmodus“ klickt, darf tief ins „DSA“-Regelwerk einsteigen, tiefer noch als im vorigen Spiel. Profis können alle Steigerungspunkte für Attribute, Talente, Eigenschaften und Zauber festlegen. Neu hinzugekommen ist hier die Regelwerk-Einbindung von Vor- und Nachteilen für die Figur. Aus einem umfangreichen Katalog, unterteilt in die Gruppen Eigenschaften und Talente für Gesellschaft, Handwerk, Kampf, Körper, Natur und Wissen, nimmt man sich einzelne Vor- und Nachteile heraus. Vorteile kosten Steigerungspunkte, für Nachteile bekommt man Steigerungspunkte, die anderweitig investiert werden können. Die Auswahl von Kurzatmigkeit als Nachteil für die Figur würde beispielsweise 100 zusätzliche Steigerungspunkte bringen. Auf diese Art und Weise könnte man sich den Vorteil Bonuswissen leisten, was die Magie- und Heilkunde eines Helden verbessert. Je nach gewähltem Archetyp kann man bis zu vier solcher Vor- und Nachteile wählen.

„Drakensang – Am Fluss der Zeit“ spielt 23 Jahre vor den Ereignissen des letzten Spiels, im Jahre 1009 nach Bosparans Fall, in der Zeit vor Borbarats Rückkehr (1016 BF), und sogar noch vor dem Orkensturm (1012 BF) als unter Kaiser Hal noch Frieden herrscht. Zeitlich angesiedelt ist es zwischen den Urahnen der „DSA“-PC-Spiele „Nordland-Trilogie“ (1008 BF) und „Sternenscheif“ (1010 BF). Grund für die Zeitwahl war, dass es ein „DSA“-Spiel in einer für Fans wie Einsteiger gleichermaßen interessanten Zeit von Aventurien werden sollte. Gerade „DSA“-Spieler sind mit den klassischen Abenteuerbüchern sehr gut vertraut. Die Realzeit der 1990er, in der „DSA“-seitig noch Schnauzbärte und Flügelhelme herrschten, galt den Entwicklern dafür als perfekte Zeit. Die typische mittelalterlich anmutende „DSA“-Optik des Vorgängers wird auch in „Am Fluss der Zeit“ fortgeführt. Einerseits sollte die Welt echt wirken, weshalb man sich für fotorealistische Texturen entschieden hat. Andererseits sollte das Malerische in Form von idyllischen Natur- oder Stadtansichten nicht fehlen. So ist es ein mittelalterlich-märchenhaftes Setting geworden. Für „Drakensang: Am Fluss der Zeit“ wurden zudem die Motion-Capture-Aufnahmen speziell für die Cutscenes gemacht, damit die Geschichte noch lebendiger und spannender als in „DSA: Drakensang“ rüberkommt.

Dass Entwickler Radon Labs sich die Befindlichkeiten der Fans genau angeschaut hat, zeigt sich auch an anderer Stelle. Am „Fluss der Zeit“ besticht durch die Vollvertonung aller Dialoge, die alle von bekannten, professionellen Sprechern eingesprochen wurden. So ist der aus dem ersten „Drakensang“-Spiel bekannte Sprecher Peter Groeger dabei und leiht Zwerg Forgrimm seine charakteristische Stimme. Maud Ackermann (Julia Roberts, Demi Moore und Sandra Bullock) spricht Kladdis Schladromir. Der mittlerweile verstorbene Hans-Werner Bussinger ist als Rakorium in einer seiner letzten (Sprecher-)Rollen zu erleben. Da die Geschichte 23 Jahre vor Teil Eins spielt, mussten einige Stimmen neu besetzt werden. So spricht Nico Sablik (Harry Potter) die Rolle des Volkshelden Parzalon. Ardo von Eberstamm erhielt mit Tobias Meister (Brad Pitt, Tim Robbins und Sean Penn) ebenfalls eine jüngere und prominente Stimme. Auch die weiteren Rollen sind mit Gerrit Schmidt-Foß (Leonardo DiCaprio) als Cuano, Peter Flechtner (Ben Afflek) als Jaakon und Sandra Schadt (Jessica Alba, Hannah Montana) als Fayris hochkarätig besetzt.

FAZIT |  

„Drakensang – Am Fluss der Zeit“ schafft problemlos den Spagat aus einsteigerfreundlich und Profispiel. So ist der Schwierigkeitsgrad justierbar, lassen sich Monsterkämpfe jederzeit pausieren, auf der Karte gibt es markierte Questziele und die Schnellreisefunktion macht das Heldenleben für alle einfacher. Dennoch weiß gerade der Experten-Modus bei der Charaktererstellung auch „DSA“-Veteranen zu überzeugen. „Am Fluss der Zeit“ ist aber vor allem eines der schönsten Rollenspiele. Schicke Effekte, saubere Texturen, üppige Vegetation und liebevoll gestaltete Details machen das Spiel zu einem wahren Augenschmaus. Die neue Qualität bei der Vertonung des Spiels tut ein Übriges, um ganz in die Welt von Aventurien eintauchen zu können.