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04.08.2010 13:19:15

NACH 80 WOCHEN IN DIE ELFENWELT - Drakensang 2 Add-On - Phileassons Geheimnis

Schon seit Jahren verzaubert die Abenteuerserie um die große Aventurienumrundung die Pen&Paper-Gemeinde von „Das Schwarze Auge“. Jetzt wird eine der mit Abstand bekanntesten und erfolgreichsten Kampagnen aus dem „DSA“-Universum fortgesetzt. Die Abenteurer der „Drakensang“-PC-Spieleserie machen sich erneut auf die Reise.
BILDERSTRECKE
DSA PHILEASSONS GEHEIMNIS - Box
DSA PHILEASSONS GEHEIMNIS - Screen01
PRODUKTINFORMATION
DRAKENSANG 2 ADD-ON: PHILEASSONS GEHEIMNIS

GENRE: Rollenspiel
VERLAG: dtp Entertainment
ENTWICKLER: Radon Labs
SYSTEM: Pentium 4 2,8 GHz, 1 GB RAM Windows XP; 2 GB Vista / Windows 7, nVidia 6800GT mit 256 MB RAM oder ähnlich, Win XP Service Pack 3, Vista oder Windows 7, DVD-ROM, DirectX 9c Soundkarte, 7 GB freier Festplattenspeicherplatz
SPIELER: 1
ALTER/USK: Ab 12 Jahren
SPIELINHALT: DVD-ROM
PREIS: UVP 29,95 € | | Erscheint am 20. August 2010
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Seit über 15 Jahren begeistert die aventurische Weltumrundungs-Abenteuerserie Pen&Paper-Rollenspieler. „Drakensang: Phileassons Geheimnis“ ergänzt nun sowohl die „Phileasson Saga“ als auch die Geschichte des PC-Spiels „Drakensang: Am Fluss der Zeit“ um ein neues Kapitel, das direkt mit der aktuellen Überarbeitung der Pen&Paper-Kampagne verzahnt wird. So entsteht eine neue Geschichte rund um den wohl bekanntesten „DSA“-Charakter Asleif „Phileasson“ Foggwulf, der im Rahmen einer Wettfahrt Aventurien umrundete.

Die Geschichte Foggwulfs beginnt im Winter des Jahres 1007 BF. Damals entbrannte zwischen den Kapitänen Foggwulf und Beorn dem Blender ein Streit, der eine ruhmreichen Wettfahrt nach sich zog. Von heldenhaften Streitern aus ganz Aventurien begleitet, ging die Reise Phileassons vom Ewigen Eis in die glutheiße Wüste Khôm und vom giftigen Dschungel Maraskans zu den sagenhaften Inseln im Nebel. In 80 Wochen schaffte es Phileasson, geleitet von den Prophezeiungen einer mitreisenden Traviageweihten, zwölf ihm gestellte Aufgaben bravourös zu bewältigen.

Was anfänglich wie eine lose Aneinanderreihung von Herausforderungen erschien, entpuppte sich mehr und mehr als Suche nach der verlorenen Geschichte der Elfen. Die Reise führte Phileasson und seine Gefährten zu Stätten alter Macht, die von der Größe, aber auch vom Fall des alten Volkes erzählten. War zu Beginn der Reise nur Beorn der Blender der Gegner, übernahm im Laufe der Wettfahrt der Namenlose in Gestalt von Pardona Einfluss auf Beorn und seine Mannen, um den Erfolg Foggwulfs zu verhindern. Und auch in „Phileassons Geheimnis“ werden die Namenlosen wieder ihren Teil zum Unbill beizutragen suchen.

Phileasson jedoch schaffte es damals, unter anderem einen magischen elfischen Kelch zu bergen. Dank einer Prophezeiung nahm sich er damit einer Karawane von Bettlern in Farsar an, welche auf der Suche nach einem lebenswerteren Ort durch die Wüste Khôm zogen. Dort entdeckten sie auch die Reste der Elfenstadt Tie‘Shianna. Die Vorsehung selbst führte Phileasson zurück nach Aventurien und schickte ihn auf die Suche nach Fenvarien, dem Hochkönig der Elfen. Dessen Rettung gelang, und dieser ist es im aktuellen Abenteuer auch, der unsere Heldengefolgschaft mit Asleif „Phileasson“ Foggwulf an der Spitze beauftragt, seine Prinzessin zu retten. Große Taten sind also wieder gefordert.

„Drakensang: Phileassons Geheimnis“ spielt aber nicht im Mittelreich. Die Verknüpfung von Hauptspiel und Erweiterung findet lediglich in der Stadt Nadoret statt, welche gleich am Anfang des Spiels erreicht wird. Hier trifft man auch auf Phileasson, der später unser Party-Mitglied wird und so direkt gesteuert werden kann. Mit Magie kann Foggwulf übrigens nur wenig anfangen, dafür wächst dort, wo er mit seinen mächtigen Hieben aufräumt, kein Gras mehr. Nach wie vor findet das Kampfgeschehen in gefühlter Echtzeit statt, wobei alle Ergebnisse in „Drakensang - Phileassons Geheimnis“ unbemerkt im Hintergrund nach dem klassischen „DSA“-Prinzip und Vorgaben des Pen&Paper-Rollenspiels mittels Auswürfeln errechnet werden.

Die ehemals elementare Stadt der Hochelfen Tie‘Shianna ist Dreh- und Angelpunkt der neuen Geschichte. Laut „DSA“-Annalen wurde sie bereits um 4.500 v. BF gegründet und war einst Schauplatz Fenvariens letzter Verteidigungsschlacht gegen den Heerführer Kazak. Wie die Legenden heute zu berichten wissen, ging dieser Kampf verloren und die Horden des Namenlosen trugen den Sieg davon. Nachdem die um 2.200 v. BF begonnene Belagerung nach Jahrzehnten schließlich Wirkung zeigte, war mit dem Untergang der Stadt auch das Ende der Hochkultur der Elfen besiegelt. Viele der Ruinen haben die Jahrtausende im Wüstensand überdauert, so dass es selbst heute nicht viel Phantasie bedarf, in ihnen die vor Jahrtausenden geschaffenen prächtigen Bauten zu erkennen. Unter Tonnen von Sand begraben liegt zentral im Tempelviertel der aus weißem Marmor gestaltete Platz der alten Götter. Hier beginnen die drei Prozessionswege zu den am äußeren Rand des Bezirks gelegenen Heiligtümern der Nurti, der Zerzal und der Orima. Trotz der Zerstörung der Stadt im Zweiten Drachenkrieg ist in vielen Legenden die Rede von einer magischen Globule, in welcher Tie‘Shianna weiterhin zum Zeitpunkt kurz vor ihrem Fall existieren soll.

Über einen Riss in der Sphäre gelangt die eigene Abenteurergruppe erweitert um Foggwulf nun in die Welt Tie‘Shianna, welche mit ihrem Wüstenambiente mehr an das altertümliche Ägypten als an die Tolkiensche Elfenwelten erinnert. Riesige Monster, wüstentaugliche Käfer, orientalische Rüstungen - alles ist in der Welt von Tie’Schianna so gar nicht „DSA“-Grün wie gewohnt. Die Sonne wärmt hier riesige Gebäude und die Paläste erinnern so gar nicht an Nadoret oder Ferdok. An der Seite Asleifs erwartet einen hier ein großes Abenteuer an diesem geheimnisvollen Ort, den seit dreitausend Jahren kein Aventurier mehr betreten hat. Dementsprechend fällt die Begrüßung durch die Elfen eher argwöhnisch aus. Sie trauen der Helden-Party nicht. Wenig verwunderlich – schließlich greifen die mysteriösen und skrupellosen Gestalten der Namenlosen die Hochelfen seit sehr langer Zeit immer und immer wieder an. Noch können sich die Langohren zwar gegen die Belagerung wehren, doch scheint alles auf ein tragisches Ende für das vielleicht bekannteste aller Fantasyvölker hinauszulaufen. Die Hauptgeschichte verläuft in „Drakensang: Phileassons Geheimnis“ linear ab und bietet die beliebten Nebenaufgaben, die sich auch diesmal durch unterschiedliche Mitteln lösen lassen.

Für die Spieler von „Das Schwarze Auge“ erweckt übrigens Schauspieler Reiner Schöne Asleif „Phileasson‘‘ Foggwulf zum virtuellen Leben. Der Schauspieler stand in Hollywood schon mit Clint Eastwood, Kris Kristofferson und Lee van Cleef vor der Kamera und war in zahlreichen bekannten US-TV-Serien wie „Star Trek: Das nächste Jahrtausend“, „Mac Gyver“, „Babylon 5“, „Matlock“ und „Mord ist ihr Hobby“ aktiv. In Deutschland vertont Reiner Schöne als Synchronsprecher regelmäßig Hollywood-Schauspieler wie Willem Dafoe, Sam Elliot, Scott Glenn und Mickey Rourke. Weiterhin werden in „Drakensang: Phileassons Geheimnis“ Till Hagen (Schauspieler, Synchronsprecher u.a. von Kevin Spacey, Billy Bob Thornton), Oliver Brod (Schauspieler, Hörspielsprecher) und Adam Nümm (Schauspieler, Hörbuchsprecher) zu hören sein. Die Sprecher aus „Drakensang: Am Fluss der Zeit“ leihen auch in diesem Abenteuer den weiteren Rollen ihre Stimme.

FAZIT |  

„Drakensang: Phileassons Geheimnis“ lässt Computer-Rollenspieler-Herzen höher schlagen und mehr über die Hintergründe des „DSA“-Universums erfahren, und erfüllt Pen&Paper-Spielern den lang gehegten Wunsch, die Phileasson-Saga fortsetzen zu können. Nach wir vor größter Pluspunkt bei der „Drakensang“-Reihe: die Atmosphäre. Diese hat sich zuletzt von Spiel zu Spiel gesteigert und erreicht in „Phileassons Geheimnis“ ihren Höhepunkt. Die Location in dem komplett neuen Setting der Elfenwelt bietet viel Raum für jede Menge spannende Quests und tolle Zwischensequenzen. Neue Charaktere und Gegner sowie neue mächtige Waffen und Gegenstände sollten die Spieler gänzlich verzücken. Die gute Nachricht für Einsteiger lautet zudem: Um die Geschichte erleben zu dürfen, muss man das Hauptprogramm (noch) nicht abgeschlossen haben. Rollenspieler, was willst du mehr?