MASSENSPEKTAKEL IM MITTELALTER - Mount & Blade: Warband
GENRE: Strategie, Rollenspiel, Multiplayer
VERLAG: KochMedia
SPIELER: 1-64
ALTER: Ab 12 Jahren
SPIELINHALT: DVD-ROM
PREIS: UVP 29,99 €
Schauplatz des Geschehens für die Warbands ist wieder Calradia, das mittelalterliche, von Kriegen heimgesuchte Land. Dort spielte bereits das erste „Mount & Blade“-Spiel der Entwickler von TaleWorld Entertainment. Diese zeichnen nun auch für „Warband“ verantwortlich und haben sich jede Menge Feedback der inzwischen riesigen weltumspannenden Fancommunity zu Herzen genommen und deren Anregungen in die Fortsetzung gepackt.
In „Warband“ befinden sich das Königreich Swadia, Rhodoks, Vaegirs und Nords sowie die Khergit Khanate ständig im Krieg. Dieser Zustand birgt für Abenteurer und Söldner unschätzbare Reichtümer, Möglichkeiten aber auch mindestens ebenso viele Gefahren! In diesen zerrissenen Königreichen heißt es im neuen PC-Titel eine Gruppe gestählter Krieger zusammenzustellen, um sich anschließend mit dieser ins Schlachtgetümmel zu werfen.
In Scharen strömen die Krieger ins Land, um die Erde mit Blut zu tränken. Mit einer scharfen Klinge und dem Mut der Entschlossenen kann sich dort selbst ein Fremder einen Namen als tapferer Krieger und nun auch als Anführer und Herr über eigene Ländereien machen. Genretypisch lässt sich der eigene Held mit zunehmendem Spielfortschritt weiter ausbauen, wodurch er zusätzliche Kampfkraft und Fähigkeiten erwirbt. Bis ins kleinste Detail lässt sich schon das Gesicht modifizieren. Oberlippenbart oder Vollbart, das steht einem völlig frei. Dabei werden Attribute verteilt, auf denen wir im späteren Spielverlauf aufbauen.
Neu in „Warband“ ist, dass die verbesserten Charakterdarstellungen vor allem bei den Kampf-Animationen auf Motion-Capturings beruhen. Alle anderen Grafiken wurden ebenfalls stark überarbeitet. Verbesserte Texturen und Grafiken finden sich allenthalben, HDR Lightning lässt die innovative Spielewelt jetzt auch optisch zur Konkurrenz aufschließen. Das ist deshalb besonders schön, weil eine Besonderheit von „Mount & Blade: Warband“ darin liegen, dass man von Anfang an alle Territorien des Landes betreten kann. Die Spielwelt ist gerade im Gegensatz zu vielen Konkurrenten dadurch von Anfang an unglaublich weitläufig.
Bei Märschen über die zweidimensionale Landkarte heißt es allerdings aufgepasst, hier warten Plünderer oder sogar Schlimmeres. Der Spieler muss sich ständig behaupten, ganz gleich ob als abenteuerlustiger Einzelkämpfer, Herr einer schlagkräftigen Truppe oder bereits als Lord über Dörfer, Städte und eigene Burgen. Die ausgeklügelte und stark verbesserte KI fordert den Spieler sowohl in strategischen Belangen als auch auf dem Schlachtfeld. Die Motivation der eigenen Männer im neuen „Moralsystem“ ist nur eine davon: Soldaten werden zusammenbrechen und fliehen, wenn ihre Moral zu niedrig wird. Zuvor wird zu Fuß oder wie es sich für ein Ritterspiel gehört, hoch zu Ross gekämpft. Meistens tritt man gegen Heerscharen anderer Ritter an, doch gilt es auch gegen stark befestigte feindliche Burgen vorzugehen. Das Action-Rollenspiel kann hierbei aus der Ego- wie der Verfolgerperspektive gespielt werden. Bedientechnisch wurde in den Kämpfen u.a. die intuitive Schwertführung sowie die Waffen- und Einsteigerfreundlichkeit und das Kampfsystem stark verbessert. Die Kämpfe vom Rücken des eigenen Ross aus gehen jetzt dynamischer und schöner von der Hand. Aber auch Gameplay-Änderungen wie die Möglichkeit Projektile vom Schlachtfeld als wieder verwendbare Munition aufnehmen tragen zum realistischen Spielgefühl bei.
Herzstück des neuen Titels ist der im Spiel von 2008 noch schmerzlich vermisste Multiplayer-Modus, der jetzt für das Zusammenspiel von bis zu 64 Spielern auf Zufallskarten oder eigens ausgewählten Szenarien erlaubt. Das Multiplayer-Addon zum Action-Rollenspiel bietet verschiedene Mehrspieler-Modi an. Man kann sich auf einer normalen Karte genauso gegenübertreten wie gemeinsam eine Burgerorberung durchspielen bzw. verhindern. Gold und Waffenupgrades lassen sich erwerben. Jede Mannschaft kann aus bis zu 32 Spielern bestehen; bei geringerer oder ungleicher Anzahl werden die überzähligen Plätze von Bots eingenommen, die den menschlichen Spielern angegliedert und ähnlich dem Einzelspielermodus befehligt werden können.
Apropos Einzelspielerkampagne, auch die darf nicht fehlen und bietet mit neuen Fraktionen und Optionen viel Abwechslung. Eine größere Karte und mehr Einheiten sind nur eine Seite der vielen Verbesserungen. Wahre Macht gebiert sich auch in „Mount & Blade: Warband“ aus politisch klugen Entscheidungen und so kann man jetzt ganz zeitgemäß heiraten, um seine eigenen Ambitionen durch familiäre Bande zu stärken. Die Damen können dann zu Hause zudem einige Verwaltungsfunktionen übernehmen. Obacht ist auch dank der verbesserten KI geboten, wer gegenüber Charakteren schön redet, aber hässlich tut, kommt nicht ungeschoren davon. Das Beste für Spieler und Fans dürfte aber das neue Feature zur Erstellung einer eigenen Fraktion sein. So kann man versuchen selbst zum Landesfürsten zu werden und nicht mehr nur für diesen zu arbeiten.
„Mount & Blade: Warband“ erweckt mit seinen realistischen Kavallerie-Gefechten und dem detaillierten Kampfsystem mittelalterliche Schlachtfelder zum Leben. Hatte man dem Vorgänger noch das fehlende Budget großer Titel für Details angemerkt, haben die vielen offensichtlich zahlenden Fans dafür gesorgt, dass ein bislang schon großartiger Titel noch nachhaltig verbessert werden konnte. Die zahlreichen Gameplay-Möglichkeiten lassen sogar Erinnerungen an Klassiker wie „Elite“ wach werden und die Kämpfe selbst sind einfach intuitiv zu bestreiten und toll gelungen. Man kann quasi jede mittelalterliche Waffengattung nutzen in der manuellen Steuerung z.B. mit dem Schwert gleich auf vier verschiedene Arten angreifen. „Mount & Blade: Warband“ ist damit im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht nur ein innovatives Spiel abseits des Fantasy-Einheitsbrei sondern auch ein extrem spannendes Action-Rollenspiel, dass die Konkurrenz inhaltlich in vielen Bereichen hinter sich lässt. So vermittelt „Mount & Blade: Warband“ eine lange vermisstes Gefühl der Freiheit gepaart mit einer Steuerung, die gut von der Hand geht. Führe deine Männer ins Gefecht, vergrößere dein Reich und fordere den ultimativen Lohn: den Thron. Der vormalige Geheimtipp „Mount & Blade“ hat dies mit „Warband“ jetzt geschafft.
FAZIT |„Mount & Blade: Warband“ erweckt mit seinen realistischen Kavallerie-Gefechten und dem detaillierten Kampfsystem mittelalterliche Schlachtfelder zum Leben. Hatte man dem Vorgänger noch das fehlende Budget großer Titel für Details angemerkt, haben die vielen offensichtlich zahlenden Fans dafür gesorgt, dass ein bislang schon großartiger Titel noch nachhaltig verbessert werden konnte. Die zahlreichen Gameplay-Möglichkeiten lassen sogar Erinnerungen an Klassiker wie „Elite“ wach werden und die Kämpfe selbst sind einfach intuitiv zu bestreiten und toll gelungen. Man kann quasi jede mittelalterliche Waffengattung nutzen in der manuellen Steuerung z.B. mit dem Schwert gleich auf vier verschiedene Arten angreifen. „Mount & Blade: Warband“ ist damit im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht nur ein innovatives Spiel abseits des Fantasy-Einheitsbrei sondern auch ein extrem spannendes Action-Rollenspiel, dass die Konkurrenz inhaltlich in vielen Bereichen hinter sich lässt. So vermittelt „Mount & Blade: Warband“ eine lange vermisstes Gefühl der Freiheit gepaart mit einer Steuerung, die gut von der Hand geht. Führe deine Männer ins Gefecht, vergrößere dein Reich und fordere den ultimativen Lohn: den Thron. Der vormalige Geheimtipp „Mount & Blade“ hat dies mit „Warband“ jetzt geschafft.










