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14.06.2011 13:12:27

HOCH DIE TASSEN! - Zum Blauen Drachen

Deine Helden-Kumpels und du haben sich den ganzen Tag durch den Dungeon geprügelt, Monster getötet und ihnen ihr Zeug abgenommen. Jetzt ist das Abenteuer vorbei, aber die Party geht erst los! Ach, was heißt los: Sie geht weiter! Denn nach der roten Taverne ( siehe GO #12) geht es diesmal „ Zum Blauen Drachen“!
BILDERSTRECKE
Zum Blauen Drachen
PRODUKTINFORMATION
ZUM BLAUEN DRACHEN

VERLAG: Pegasus Spiele
AUTOR: G. Bottone, C. Skadl, C. Bohm
GRAFIK: K. James, R. Libbey, D. Kovacs, R. Besch, B. Trott, Cold FuZion Studios
SPIELER: 2 - 4 Spieler
ALTER/USK: Ab 12 Jahren
DAUER: 30 - 60 Minuten
SPIELINHALT: 180 Spielkarten, 50 Goldmünzen, 8 Markersteine, Spielregeln
PREIS: 14,95 € | Im Handel erhältlich
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Nach bestandenem Abenteuer finden sich in „Zum Blauen Drachen“ die vier Recken Dimli, Eve, Fleck und Gog in der Taverne gleichen Namens ein. Eine fröhliche Zecherei beginnt, und auch hier wollen sich alle als heldenhaft erweisen! Dabei heißt es: Behalte dein Gold und bleib bei Bewusstsein! Wie so oft nach einem erfolgreichen Beutezug versuchen sich die Charaktere gegenseitig das Gold abzunehmen oder sich unter den Tisch zu saufen, bis einer oder eine übrig ist. Genau das und sonst nichts ist das Ziel! Die vier Helden in „Zum Blauen Drachen“ sind gegenüber dem „Roten“ neu.
Im Spiel übernimmt jeder Spieler einen der vier Charaktere. Da wäre Eve, die Illusionistische, die jeder Beschreibung spottet. Das liegt im Wesentlichen daran liegt, dass niemand so genau weiß, wie sie ohne ihre Illusionen aussieht. Eve ist sehr fähig, aber wenn ihr langweilig ist, testet sie ihre Magie schon mal an ihren Mithelden… Fleck, der Barde, hingegen ist ein schneidiger Halbelf, der immer ein Lächeln im Gesicht und ein Lied auf den Lippen hat. Seine heroischen Geschichten und sein mitreißendes Lautenspiel heben stets die Stimmung seiner Gefährten, wenn diese den Schrecken der tiefen Dungeons gegenübertreten. Frauen wollen ihn. Männer wollen so sein wie er.

Der Zwerg Dimli liebt Gold, Äxte und Bier, und er scheint immer irgendwo noch ein geheimes Goldversteck zu haben. Er ist richtig gut mit seinen Äxten, nicht jedoch wenn es ans Dartsspielen geht. Er hat eine Menge Gold und kann so ziemlich jeden unter den Tisch trinken. Manchmal ist er aber ein richtiger kleiner Stinkstiefel. Gog, der Halboger, ist groß, grün und dumm. Aber er bemüht sich. Eigentlich ist er ein richtig netter Kerl… wenn man sich an den Geruch und die Tatsache, dass er zwei linke Füße besitzt, gewöhnt hat. Gog ist richtig stark! Aber obacht: „Tschuldigung! Gog nicht kennen eigene Kraft.“

Jeder der vier Charaktere beginnt das Spiel mit 20 Trinkfestigkeitspunkten - Alkohollevel nüchtern quasi. Mit zehn Goldstücken zudem gewappnet startet nun jeder mit seinem eigenen Charakterkartenstapel. Ein Spielzug kann dabei wie folgt aussehen: Karten abwerfen und neue Karten ziehen, man darf die Hand auf maximal sieben Karten auffüllen. Eine Aktionskarte von der Hand ausspielen. Einem Mitspieler ein Getränk spendieren (zieht verdeckt eine Getränkekarte vom Stapel), selbst trinken: Die oberste Karte vom persönlichen Getränkestapel aufdecken und trinken. Wenn keine Karten zum Trinken da sind, darf man den eigenen Alkoholpegel um Eins senken. Für die Getränke im Spiel sorgt der erwähnte Getränkekartenstapel. Auf jeder Getränkekarte ist der Typ des Trankes (Wein, Bier, Spülwasser!) und der Alkoholgehalt angegeben. Zusätzlich gibt es auf den Karten öfter die Eigenschaft „mit was zum Nachspülen”, die einen Spieler zwingt sofort die nächste Getränkekarte zu nehmen und die Wirkungen zu addieren.

Der Kern des Spieles sind die Aktionskarten, die man von der Hand spielt. Es gibt solche, die man nur im eigenen Spielzug spielen kann und andere, die man jederzeit spielen kann. Diese „Konterkarten” verhindern in der Regel die Aktionen anderer Spieler. Die Aktionskarten beeinflussen generell alles – so zum Beispiel den eigenen aber auch fremden Alkoholpegel, das Trinkfestigkeitslevel, die Goldreserven und die Verteilung von Getränken. Mit bestimmten Aktionskarten kann man sogar eine Runde Glücksspiel einläuten. Dabei gibt dann jeder Spieler Gold in den Pott. Um zu gewinnen muss man die zuletzt gespielte Karte übertreffen. Wer’s schafft, hat Pott und Gold sicher.

FAZIT |  

Bei „Zum Blauen Drachen“ handelt es sich um die zweite Version des Kartenspiels „Zum Roten Drachen“ mit neuen Helden. Dadurch lassen sich beide Spiele zusammen mit bis zu acht Personen zocken. Illustrationen und Kartentexte sprühen wieder vor Witz. Die neuen Charaktere sind mit ihren verschiedenen Schwerpunkten genial gelungen. Viele Fantasy-Fans dürften sich freuen, dass „ihre Rasse“ – sei es Zwerg oder Grünhaut – nun auch zu spielen ist. „Zum Blauen Drachen“ ist ein tolles Fun- und Glücksspiel, was durch Atmosphäre, lustige Karten und kurze Spielzeit bei jedem Fantasykartenspieler für beste Laune sorgt. [mic]