GROSSE ERWARTUNGEN - Risen 2: Dark Waters
PLATFORM: PC, XBox 360, Playstation
GENRE: Rollenspiel
VERLAG: Deepsilver
ENTWICKLER: Piranha Bytes
SPIELER: 1
ALTER/USK: Ab 16 Jahren (provisorisch)
Vor zwei Jahren tauchten Scharen von Fantasyfans erstmals in die atemberaubende Welt von „Risen“ ein. Damals verschlug es die Spieler als knapp dem Tod durch Ertrinken entkommene Schiffbrüchige auf die Insel Faranga. Das lebensrettende Eiland inmitten der Weiten des Meeres erwies sich jedoch nicht als ruhiges Südseeatoll, sondern vielmehr als ein Hort von Gefahren und Abenteuern. Seltsame Ruinen tauchten hier aus dem Boden auf und spien bösartige Kreaturen in die bisher so heimelige Inselwelt, die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Um die Situation auf Faranga wieder in den Griff zu bekommen, übernahm die Inquisition unter der Leitung von Großinquisitor Mendoza seinerzeit die Führung über die Insel, um fortan mit harter Hand gegen all jene vorzugehen, die sich ihren Interessen in den Weg stellten. Kein Wunder, dass es innerhalb der Bevölkerung recht bald Gruppieren gab, die sich ein schnelles Ende der Herrschaft der Inquisitoren und damit ein Entkommen der Insel aus deren eisernen Griff wünschten. Eine nicht unwichtige Rolle spielte dabei jedoch nicht nur der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit, sondern auch schlichtweg wirtschaftliche Interessen. So hatten die Inquisitoren in den Banditen, die sich unter dem Banner Don Estebans zusammen geschlossen hatten, mächtige Gegenspieler, die ihre Interessen ähnlich konsequent verfolgten wie Mendoza und seine Gefolgsleute. Als dritte Macht prägten die Magier das Gefüge der Insel, die zwar eng mit der Inquisition zusammen arbeiteten, um doch ihre ganz eigenen Ziele zu verfolgen. Mitten in dieses fragile Gebilde wurde der Spieler geworfen, der sich bald entscheiden musste, welcher Fraktion er sich bei der Erforschung der riesigen Insel und ihres weitläufigen Höhlensystems anzuschließen gedachte. Zahlreiche Aufträge warteten darauf, erfüllt zu werden, unzählige Quests fesselten für Wochen und Monate an den Bildschirm.
Mit „Risen 2: Dark Waters“ findet das gefeierte Abenteuer nun endlich seine Fortsetzung. Deren Geschichte mehrere Jahre nach dem Ende des ersten Teils ansetzt: Die entfesselten Titanen haben in ihrer Wut nicht nur die gesamte Inselwelt in Schutt und Asche gelegt, sondern auch die Menschheit an den Rand des Untergangs gebracht. Als wäre dies nicht schon genug des Unglücks, tauchen eines Tages monströse Kreaturen aus den Tiefen der See auf, die mit ihren ständigen Angriffen den Schiffsverkehr zwischen den Inseln mit einem Schlag fast vollständig zum Stillstand bringen und so die Eilande voneinander isolieren. Gerüchten zufolge sollen die Freibeuter der südlichen Inseln als einzige über ein Mittel verfügen, um sich gegen die Ungeheuer der Tiefsee zur Wehr setzen zu können. So ist es dem Spieler in der Rolle des namenlosen Helden vorbehalten, Segel zu setzen, um herauszufinden, was wirklich hinter diesen Gerüchten steckt. Aber die Welt von „Risen“ wäre eben nicht die Welt von „Risen“, wenn dabei nicht zahlreiche Überraschungen auf den Reisenden warten, der sich wieder einer Unzahl Gefahren stellen muss, um schließlich an sein Ziel zu gelangen. Auch dieses Mal sind selbstverständlich eine Menge Entscheidungen zu treffen, die den Spielverlauf nachhaltig beeinflussen. Schon die ersten Bilder zu „Risen 2: Dark Waters“ lassen Großes erwarten. Nicht nur, dass diese farbenprächtiger und detaillierter noch als beim Vorgänger daher kommen, haben die Entwickler besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Körperanimationen gelegt.
Aber auch in anderen Bereichen wartet Teil zwei mit einer Menge Änderungen und Verbesserungen auf. So ist das Spielareal durch die Hinzunahme weiterer Inseln, die alle mit einem karibischen Flair aufwarten sollen, deutlich größer geworden. Mit den Piraten kommt zudem eine weitere Fraktion ins Spiel, die ebenfalls ihre ganz eigenen Interessen verfolgt und den Spieler vor knifflige Aufgaben stellt.
Beibehalten wurde dankbarerweise der Tag-Nacht-Rhythmus, der schon bei „Risen“ nicht nur als Nebenaspekt für Abwechslung sorgte, sondern den Spielverlauf nachhaltig beeinflusste. Interaktion bleibt ebenfalls ein zentraler Punkt des Spiels, so dass zahlreiche Gespräche mit den vielen Figuren unumgänglich sind, um der Vielzahl von Geheimnissen, mit denen die Geschichte von „Dark Water“ aufwartet, auf die Spur zu kommen.
Auch an vielen Details hat das Entwicklerteam gearbeitet und diese zum Teil völlig neu gestaltet. Wie beispielsweise das Ausrüstungssystem, um daneben auch neue Waffensysteme einzuführen.
Als einer der ganz wenigen Rollenspieltitel war „Risen“ nicht für für den PC, sondern auch für die XBox 360 erhältlich. Um damit den Beweis anzutreten, dass Fantasytitel auch auf der Konsole perfekt funktionieren und nicht nur Liebhaber von Actionund Sportspielen gerne Mal den Controller in die Hand nehmen. Ein Test, der offensichtlich gut funktioniert hat, ist „Risen 2: Dark Waters“ doch gleich für drei verschiedene Plattformen angekündigt. So kann man sich im kommenden Jahr nicht nur auf dem PC und der XBox 360 daran machen, das Rätsel um die Kreaturen der Tiefe zu klären, sondern sich auch per Playstation an die Erkundigung der riesigen Inselwelt machen.







