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15.04.2010 11:40:48

GROSSANGRIFF IM ALTERTUM - Arcane Legions

In einer alternativen Antike prallen im Jahre 37 v. Chr. Römer, Ägypter und Han-Chinesen, in dem Bestreben die Welt unter ihre Vorherrschaft zu bringen, aufeinander. Verändert durch eine Plage biblischen Ausmaßes, machen sich die großen Reiche das Ergebnis des Wandels zu nutze. Im neuen Miniaturenspiel „Arcane Legions“ ist es an den Spielern, ihre arkanen Legionen zum Sieg zu führen.
BILDERSTRECKE
Arcane Legions
Arcane Legions
PRODUKTINFORMATION
Arcane Legions

VERLAG: Wells Expedition
AUTOR: Ethan Pasternack, Kelly Bonilla and Jordan Weisman
GRAFIK: Ethan Pasternack u.a.
SPIELER: 2-6
ALTER/USK: Ab 12 Jahren
DAUER: 60-120 Minuten
SPIELINHALT: 120 Miniaturen (40 je Fraktion), 3 vorbemalte Anführer, 13 Einheitenbasen, 21 Einheitenformations- & Spezialfähigkeitskarte, 3 Siegeskarten, 2 Terrainmarker, 1 Bewegungsschablone, 36 Würfel, Hintergrundbuch, Spielregeln
PREIS: 29,99 € | Im Handel erhältlich

In „Arcane Legions“ kämpfen die größten Armeen der Antike in epischen Schlachten um die Kontrolle einer durch magische Kräfte veränderten Welt, in einem Krieg, wie er nie zuvor gesehen wurde. Ihre Legionen sind voller Männer und Monster, Krieger und Zauberinnen, Untoter und Götter. Episch können die Partien bei „Arcane Legions“ leicht werden, ist das Spiel doch von Anfang an für bis zu sechs Mitspieler gedacht. Egal ob zu zweit oder mehreren, die Streitkräfte im 25mm-Maßstab prallen in Massenschlachten von standardmäßig 7.000 Punkten pro Armee aufeinander. Daneben gibt es Formate für 5.000 und 10.000 Punkte. Im Standardspiel hat man acht mögliche Befehlspunkte, die auf das Heer verteilt werden. Für die Figuren jeder Armee stellen die Plastikbasen das zentrale Spielelement dar. Denn jede, egal ob Formation (groß und rechteckig) oder Einsatztruppe (genau halb so groß und quadratisch), bildet eine Einheit, die aus verschiedenen Einzelfiguren besteht. Die Spielwerte einer Einheit werden auf der Basis abgebildet. Der aufgedruckte Code gibt Aufschluss über die Richtung, in die sich die Einheit bewegt, nach welchen Seiten sie angreifen kann und welches ihre schwache Seite ist. Darüberhinaus werden noch die Bewegungskosten angegeben und eventuelle Spezialfertigkeiten (auch negative Effekte sind möglich), die die gesamte Einheit betreffen.

Die Formationsbasen weisen zum Platzieren der eigenen Figuren runde Slots auf. Von diesen gibt es mehr, als man an Einzelfiguren darauf einsetzen darf. Es können immer nur Fähigkeiten genutzt werden, deren jeweiliger Slot von einer Figur besetzt ist und damit als aktiviert gilt. Folgende stehen zur Auswahl: Angriff im Nah- (Rote Würfel) oder Fernkampf (Blaue Würfel), Verteidigung (Weiße Würfel), Bewegung (Winkel) oder Spezialfähigkeiten (quadratische Raute). Die auf den Basen befindlichen Figuren kann man in seinem Spielzug so umgruppieren, dass sie den Anforderungen des Spielers gerecht werden. Möchte man z.B., dass sich eine Truppe schneller bewegt, belegt man möglichst alle Slots mit Winkelsymbolen. Möchte man mehr Angriffspower, muss man seine Figuren in die Slots mit den Kampfwürfeln stecken. Will man verteidigen, müssen die Steckplätze der weißen Würfeln gefüllt sein.

Als Grundregel gilt, für eine große Einheit sind immer zwei Befehlspunkte nötig, für eine kleine einer. Dies betriff die klassischen Befehlsarten Bewegung sowie Nah- und Fernkampf. Das Umgruppieren kostet unabhängig von der Basisgröße immer einen Befehlspunkt. Jedem Spieler stehen in seiner Runde sogar insgesamt bis zu fünf verschiedene Befehlsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben den genannten kann man - so vorhanden - auch noch eine Spezialfähigkeit aktivieren. Außer der Spezialfähigkeit kann man zudem jede der anderen vier Befehlsarten ein zweites Mal während des eigenen Zuges nutzen. Dies führt aber zum „Antreiben“ dieser Einheit und es muss sofort eine ihrer Figuren entfernt werden.

Zu Spielbeginn werden die Einheiten der Armeen abwechselnd an der kurzen Seite auf dem idealerweise 120 x 180cm großem Spieltisch in einem Abstand von maximal der Länge einer Formationsbasis platziert. Bewegt werden können immer alle Einheiten einer Seite. Jeder Bewegungspunkt steht für die maximal nutzbare Länge der Basis einer Einsatztruppe, sprich eine halbe Formationsbasis. Jede Einheit kann soviel Bewegungspunkte weit geschoben werden, wie Winkel auf ihrer Basis aktiviert sind. Hat man z.B. vier Winkel auf seiner Einheit besetzt, kann man sich vier Einsatztruppenbasen-Längen weit bewegen. Beim Schwenken der Einheit kommt ein spezieller Drehungsmesser zum Einsatz, mit dessen Hilfe man diese um 45, 90 oder 180 Grad rotieren kann. Die Formationsbasen-Länge definiert zudem die Schussreichweite von Fernkampfeinheiten. So können Bogenschützen das dreifache dieser Länge als Schussfeld nutzen, Einheiten mit Speerträgern die einfache.

Angreifen, Umgruppieren oder Spezialbefehle geben kann man sowohl vor als auch nach einer Bewegung. Die Abfolge der Befehle ist frei, allerdings müssen immer alle Befehle für eine Einheit direkt nacheinander ausgeführt werden. Erst dann kann man der nächsten Einheit Befehle erteilen. Eine Partie gewinnt, wer am Ende das geforderte Siegpunktelimit von 21 Punkten im Standardspiel erreicht. Für den Sieg über gegnerische Einsatztruppen erhält man einen Siegpunkt, für die Zerstörung einer Formation Zwei und für das Ausschalten von Anführern - egal welcher Einheit dieser angehört - einen weiteren. Mehr Siegpunkte gibt es für das Halten von strategischen Landmarken, die zu Beginn des Spiels gemeinsam mit den Geländestücken auf dem Spielfeld symmetrisch angeordnet werden. In der Spielvariante „König des Hügel“ kommt nur eine der so genannten „Kontrollzonen“ ins Spiel, die in die Mitte platziert wird. Insgesamt drei Siegpunkte gibt es für das Halten einer solchen Zone. Schon während des ersten Spiels wird klar, dass ein Sieg bei „Arcane Legions“ am schnellsten durch die Kontrolle dieser strategischen Gebiete zu erreichen ist.

Die größte Besonderheit des Spiels bildet aber ein Element außerhalb einer Partie: Für „Arcane Legions“ kann man selbst erstellte Einheiten vom Hersteller offiziell anerkennen lassen und darf diese danach sogar bei offiziellen Turnieren einsetzen. Den Mitgliedern im Hersteller eigenen „Centurion Club“ steht dazu ein Onlinetool zur Verfügung. Offizielle „Arcane Legions“-Turniere wird es ab November in vielen Spieleläden und Spieleclubs geben. Wer teilnehmen möchte, der sollte sich auf www.arcanelegions.com registrieren. Dort gibt es viele weitere interessante Artikel zum Thema. Informationen in deutscher Sprache gibt es zusätzlich unter www.arcanelegions.de und im forum.gamesorbit.de/arcanelegions.

FAZIT |  

Die ersten „Arcane Legions“ Testspiele haben schnell die Vorteile des innovativen und bis dato einzigartigen Basendesigns gezeigt. Der Umformationsbefehl hat sich als strategisch unabdingbar erwiesen, die Flexibilität im Kampf ist aber nicht endlos, da die Befehlszahl von acht genaues taktisches Planen erfordert. Die Regeln selbst sind tatsächlich äußerst einfach und in kürzester Zeit erlernbar. Sie zu beherrschen ist dagegen eine echte Herausforderung für jeden Miniaturenspieler. Extrem positiv wirkt sich das Fehlen von Armeebüchern und dem damit verbundenen Wegfall von lästigem Nachblättern auf den Spielfluss und die Spielzeit aus. Schlachten mit 5.000 Punkte lassen sich locker in einer Stunde schlagen. Dank des unkomplizierten Aufbaus geht es schnell zur Sache. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte aktuell unerreicht sein: So viel Spiel fürs Geld findet man sonst nirgends. Und das bei all den Innovationen, wie die Möglichkeit Einheiten nicht nur selbst erstellen, sondern diese auch offiziell spielen zu können. Die monatlich durchdacht geplante Turnierserie rundet zudem den absolut positiven Gesamteindruck von Spiel und Regelwerk ab.

WEITERHIN ERHÄLTLICH:
ARCANE LEGIONS - FRAKTIONSSET INFANTERIE PACK
Je 40 Miniaturen (Ägypter: 15 untote Mumien, 10 griechische Infanteristen, 5 Legionäre, 5 Bogenschützen, 5 Feuerbogenschützen; Han Infanterie: 20 Terrakotta-Krieger, 10 Bogenschützen, 10 Infanteristen; Römer: 15 Legionäre, 10 Bogenschützen, 10 Schwertkämpfer, 5 gepanzerte Legionäre)
| Je 12,99 € (Im Handel erhältlich)

ARCANE LEGIONS - FRAKTIONSSET KAVALLERIE PACK
Je 15 Miniaturen (Ägypter: 5 griechische Zentauren, 5 berittene Mongolensöldner mit Bögen, 5 berittene Mongolensöldner, Plänkler; Han Kavallerie: 5 Reiter mit Bögen, 5 Reiter mit Speeren, 5 Schwere Samurai Kavallerie des Yamoto-Clans; Römer: 5 Kavalleristen mit Lanzen, 5 Kavalleristen mit Schwertern, 4 Bärenkataphrakte | Je 12,99 € (Im Handel erhältlich)

ARCANE LEGIONS - LEGIONSBÜNDEL ÄGYPTER, RÖMER oder HAN DYNASTY
8 Booster, (je 5-10 bemalte Miniaturen, 5 Einheitenkarten, einzeln 9,99 €), garantiert mit allen Helden, „Seltenen“ und „Uncommon“ Einheiten der jeweiligen Fraktion | 79,92 € (Im Handel erhältlich)