DER NÄCHSTE HÖHEPUNKT - Elfenkönigin
VERLAG: Heyne
AUTOR: Bernhard Hennen
SEITEN: 912
PREIS: 15,- €
Mit Ollowein, dem wiedergeborenen Helden, der ihr einst in den Drachenkriegen das Leben rettete, an ihrer Seite reist die vom Thron vertriebene Elfenkönigin Emerelle durch die Lande, um in der Wildnis des Verbrannten Landes Zuflucht zu finden. In der vom Krieg verwüsteten Region der Albenmark befragt sie im Jadegarten ein Orakel. Die mächtige, vom Drachenatem beschützte Schamanin spricht zwar nur in rätselhaften Worten zu ihr, und doch zieht Emerelle aus der Weissagung den Schluss, dass sich nach wie vor Alben in ihrer Welt befinden. Allen Gefahren zum Trotz macht sie sich daran, diese zu finden, um ihre große Liebe wie auch ihr Reich zu retten. Währenddessen regiert der junge König der Trolle, Gilmarak über Albenmark und versucht dabei, sich dem Einfluss der düsteren Schamanin Skanga zu entwinden. Diese, die als einzige weiß, wie gefährlich Emerelle für die Herrschaft Gilmaraks werden kann, setzt alles daran, die Elfenkönigin zu vernichten.
Über 900 Seiten umfasst der mitreißende neue Teil von Bernhard Hennens Elfen-Epos und tatsächlich ist jede einzelne davon höchst lesenswert. Auf unnötiges Füllmaterial verzichtet der Erfolgsautor mal wieder gänzlich und führt in „Elfenkönigin“ die zahlreichen Erzählstränge der Vorgänger geschickt weiter, zum Teil zusammen und neue ein. Und auch wenn sich die umfangreiche Geschichte auf einer stattlichen Anzahl verschiedener Ebenen bewegt und dabei unzählige Fäden gesponnen werden, bleibt das Gesamtbild immer klar umrissen und nachvollziehbar. Bei der Inszenierung seiner Erzählung spielt Hennen sein ganzes Können aus, lässt beeindruckende Landschaftsbeschreibungen auf packende Kampfszenen folgen und stellt seine Figuren in tiefgründigen Charakterisierungen vor. So gelingt ihm mit „Elfenkönigin“ ein weiterer Höhepunkt seines Schaffens.
DER AUTOR | BERNHARD HENNEN
Geboren 1966 in Krefeld, studierte Bernhard Hennen Germanistik, Archäologie und Geschichte an der Universität Köln. Schon während seiner Studienzeit war er als Journalist für verschiedene Rundfunkstationen, Zeitungen und Magazine im Einsatz, um schließlich beim Westdeutschen Rundfunk als Redakteur tätig zu sein. Daneben schrieb er regelmäßig für die Fantasyzeitschrift „ZauberZeit“. Für das Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ verfasste er zahlreiche Abenteuerbücher, um im Verbund mit Wolfgang Hohlbein, mit dem ihn nach wie vor eine enge Freundschaft verbindet, schließlich 1994 mit „Das Jahr des Greifen“ seinen ersten Roman zu veröffentlichen, der prompt als beste deutsche Fantasyveröffentlichung des Jahres ausgezeichnet wurde. Seitdem hat Bernhard Hennen, neben einer Reihe von Kurzgeschichten, über 25 phantastische und historische Romane geschrieben. Mit dem Elfenzyklus stieß er endgültig in die erste Reihe der deutschen Fantasyautoren vor. Daneben entwickelte Hennen, der seit 2000 mit seiner Familie in Krefeld lebt, die Geschichte zu einem Computerspiel. Als passionierter Tabletop-Spieler hat sich Hennen über die Jahre eine beeindruckende Sammlung an Figuren zusammengestellt, mit deren Hilfe er zahlreiche der in seinen Romanen vorkommenden Schlachten vorab durchspielt.
Zählte der Krefelder nicht sowieso bereits seit längerem zu den größten Fantasyautoren der jüngeren Vergangenheit, so müsste man ihn spätestens mit seinem neuesten Werk endgültig zu diesen rechnen.






