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06.04.2010 14:34:34

CONFRONTATION A LA CARTE - Arcana

Die Stadt Cadwallon ist berüchtigt für die in ihr herrschenden Machtkämpfe. Inmitten vornehmster Kreise wetteifern die verschiedenen Handelsorganisationen, die Gilden, um die Herrschaft über die Reichtümer der Stadt. Das erste Kartenspiel zu Cadwallon lässt jetzt die ruhmreiche Fantasy-Welt von Aarklash aus dem Miniaturenspiel „Confrontation“ wiederauferstehen.
BILDERSTRECKE
ARCANA box
PRODUKTINFORMATION
ARCANA

GENRE: Kartenspiele
VERLAG: Pegasus Spiele
AUTOR: Damien Desnous
GRAFIK: Nicolas Fructus, Édouard Guiton, Florent Maudoux, Paolo Parente, u.a
SPIELER: 2 - 4
ALTER: Ab 12 Jahren
DAUER: 60 Minuten
SPIELINHALT: 48 Gilden-, 85 Markt-, 37 Persönlichkeits-, 6 Miliz-, 22 Aufgaben-, 1 Startspieler- und 1 Spielendekarte, Spielregeln
PREIS: UVP 14,95 €
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Ursprünglich als Hintergrundwelt für das Miniaturenspiel „Confrontation“ und das Rollenspiel „Cadwallon“ der Firma Rackham konzipiert, nutzt das jetzt erscheinende „Arcana“ diese Welt für ein Kartenspiel, welches eine interessante Mischung verschiedenster aktueller Kartenspielweisen bietet. Cadwallon, einst von Söldnern gegründet, gilt als größte unabhängige Stadt auf dem Kontinent Aarklash. Ihre mächtige Stadtmauern beherbergen wichtige Persönlichkeiten, politische Zentren und wertvolle Relikte, die jeder zu seinen Verbündeten machen will. So ist in „Arcana“ jeder Spieler der Anführer einer Gilde Cadwallons, dem Agenten zur Verfügung stehen, die ihm die Gunst einflussreicher Persönlichkeiten sichern sollen. Außerdem helfen sie ihm, kostbare Schätze zu erbeuten oder wichtige Einrichtungen unter Kontrolle zu bringen. So erringt man Siegpunkte in Form von Karten. Denn eroberte Karteweist einen Wert auf, der bei der Endabrechnung als Siegpunkte zählt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Die Hintergrundgeschichte Cadwallons ist zwar ins Spiel eingebettet, eine Kenntnis der Spielwelt aber nicht von Nöten.

Der Spieler einer Gilde nimmt sich zu Beginn eines Spiels die zwölf entsprechenden Gildenkarten (Basiskarte, neun Agenten, ein Ort und ein Relikt). Die Basiskarte wird so vor ihm platziert, dass die Gildenkarten als verdeckter Zugstapel rechts daneben gelegt werden können. Links davon entsteht ein offener Ressourcenstapel, der sich nach und nach mit gewonnenen und benutzten Karten füllt. Dessen Karten kommen aber wieder ins Spiel, sobald der Zugstapel aufgebraucht ist. Das erinnert ein wenig an das aktuelle Spiel des Jahres „Dominion“. Wobei sich die Gemeinsamkeiten hier auch schon wieder erschöpfen. Um die offen ausliegenden Karten jedes Marktstapels, die nun zwischen die Spieler kommen, wird miteinander gerungen. Ein Stapel bildet so immer den Mittelpunkt im Spiel und in ihm wird verdeckt unter die letzten fünf Karten die Spielendekarte gemischt. Kommt sie zum Vorschein, endet das Spiel nach der nächsten Runde.

Jede Karte besitzt mit Stab, Schwert, Kelch und Dukaten vier „Arcana“-Symbole mit Werten. Diese stellen die militärische, politische, spirituelle und finanzielle Macht dar, wobei einer der Werte vergoldet erscheint. Diesen Wert des so genannten Haupt-Arcanum gilt es nun mittels der Werte auf den Karten der eigenen Agenten zu erreichen. Da jeder Spieler zu Beginn einer Runde immer vier Karten von seinem Zugstapel nimmt, besteht also immer die Möglichkeit, mehrere Karten bei einer Karte der Marktstapel zu sammeln, um so über den Gesamtwert aller eigenen Karten, den Wert der Karte zu toppen. Dies geschieht verdeckt bei den direkt angrenzenden Kartenstapeln, aber offen beim Stapel in der Mitte und den gegenüberliegenden Stapeln. Wer das schafft, darf sich die Karte am Ende einer Runde nehmen. Sie kommt ebenso auf den Ressourcenstapel wie die eingesetzten Karten.

Bei Gleichstand der Kartenwerte von zwei oder mehr Spielern beim Ringen um eine der Marktkarten kommen die Sonderfähigkeiten der einzelnen Gilden zum Tragen. Jede Gilde besitzt eine Gildenfähigkeit, die auf der entsprechenden Basiskarte genannt ist. So nimmt die „Gilde der Klingen“ zum Beispiel für sich in Anspruch, von denselben Söldnern geschaffen worden zu sein, die einst Cadwallon gründeten. Ihre Läden sind die einzigen mit dem Privileg des Waffenhandels. Sie gewinnen bei Gleichstand der Werte, sollte es sich bei dem geforderten Wert um einen militärischen handeln. Zu gewinnen gibt es drei verschiedene Arten von Karten: Persönlichkeiten bringen Punkte und können später wieder normal eingesetzt werden, Relikte bewirken dagegen Dinge, während Orte meist nicht nur viele Siegpunkte bringen, sondern auch einen einzigartigen Effekt.

FAZIT |  

„Arcana“ bietet, was manch einer bei „Dominion“ zuletzt vermisst haben dürfte. Den Flair und Hintergrund einer schönen Fantasty-Welt und die harte Auseinandersetzung mit den anderen Spielern um Ressourcen und Siegpunkte. Optisch stimmig und von herausragenden Designern wie Paolo Parente mitgestaltet, fesselt „Arcana“ von Anfang an auch dank seiner stimmigen Mischung aus Kartendeck und Kampf. Die Regeln bieten sogar eine Variante, die den eigenen Zugstapel im Laufe des Spiels modifizieren lässt. „Arcana“ empfiehlt sich für Fantasyfans und anspruchsvolle Kartenspielbegeisterte gleichermaßen.