BLÜHENDE LANDSCHAFTEN - Civilization: Das Brettspiel
VERLAG: Heidelberger Spieleverlag/FFG
AUTOR: Kevin Wilson, Firaxis Studios
GRAFIK: Andrew Navaro, WiL Springer, Jung Park
SPIELER: 2 - 4
ALTER/USK: Ab 13 Jahren
DAUER: 120 - 240 Minuten
SPIELINHALT: Marktplan, 6 Zivilisationsbögen, 6 Handelsscheiben, 6 Wirtschaftsscheiben, 6 Plastikverbindungen (für die ,Handels- u. Wirtschaftsscheiben), 6 Heimat-Spielplanteile (1 pro Zivilisation) 14 neutrale Spielplanteile, 12 Stadtmarker (3 pro Spieler), 24 Armeefiguren aus Plastik (6 pro Spieler), 8 Pionierfiguren aus Plastik (2 pro Spieler), 1 weiße Armeefigur aus ,Plastik für den russischen Spieler, 55 quadratische Kampfkarten, davon:15 Artillerieeinheiten, 15 Infanterieeinheiten, 15 Kavallerieeinheiten, 8 Luftwaffeneinheiten, 2 Kampfbonuskarten, 224 kleine Karten, 4 Übersichtsbögen (1 pro Spieler), Spielregeln
PREIS: UVP 39,95 € | Im Handel erhältlich
Und schließlich brachte die Evolution eine Spezies hervor, die als Mensch bekannt wurde. Und der erste leise Schimmer von Intelligenz erschien. Die Früchte dieser Intelligenz waren zahlreich: Feuer, Werkzeuge und Waffen, die Jagd, Landwirtschaft und das Teilen von Nahrung, die Familie, das Dorf und der Stamm. Es fehlte nur noch eines: Ein großer Anführer, der die streitenden Stämme vereinen, die Widrigkeiten des landes zähmen und ein Vermächtnis schaffen würde, welches die Zeiten überdauert: Eine wahre Zivilisation.
„Civilization: Das Brettspiel“, gestaltet von Kevin Wilson, ist inspiriert von der legendären Videospielserie von Sid Meier. Die Spieler führen eine ganze Zivilisation über alle Zeitalter, und setzen die Technik, Wirtschaft, Kultur und Militär ihrer Völker ein, sowie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Es gibt vier verschiedene Pfade zum Sieg, und jeder ist mit Herausforderungen gespickt.
Eine große weite Welt erwartet euer aufstrebendes Imperium im neuen „Civilization: Das Brettspiel“. Es gilt bemerkenswerte Wunder zu erschaffen, gewaltige Städte zu errichten, unentdeckte Länder zu erforschen und gegebenenfalls auch ein paar lästige andere Kulturen aus dem Weg zu räumen. Könnt ihr eure Zivilisation zu wahrer Größe führen? In „Civilization: Das Brettspiel“ nimmt ihr als einer von maximal vier Spielern die Rolle von berühmten Führern historischer Zivilisationen ein, jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten. Als Spieler erkunden wir ein modulares Spielbrett, errichten Städte und Gebäude, schlagen Schlachten und erforschen mächtige Technik.
Wie im Original-Computerspiel legt jeder Spieler den Grundstein seiner Zivilisation mit nur einer einfachen kleinen Stadt, in der es noch nicht einmal die grundlegendsten Errungenschaften gibt, und versucht, den Fortschritt seines Volkes voranzutreiben, indem er neue Städte gründet und sie modernisiert, neue Technologien erforscht, eine eigene Kultur schafft und wertvolle Rohstoffe erschließt. Während die Spieler neue Städte gründen und ihre Umgebung erkunden, kommen sie in Kontakt mit kleineren Zivilisationen, von denen manche friedlich sind, andere kriegerisch. Diese kleineren Zivilisationen können absorbiert werden, wofür es Belohnungen gibt.
Aber schließlich besteht auch im Brettspiel die größte Herausforderung in der Konfrontation mit anderen aufstrebenden Zivilisationen. Die Spieler können sich auf dem Schlachtfeld bekriegen, hinter dem Rücken der anderen insgeheim Abkommen treffen oder sich ereifern zuerst majestätische Weltwunder zu errichten, um die vorherrschende Zivilisation der Erde zu werden.
Denn jeder Spieler kann Sid Meier‘s „Civilization: Das Brettspiel“ auf vier unterschiedliche Arten gewinnen. Ein Kultursieg wird errungen, wenn alle Städte sich überwiegend den Künsten widmen und die dafür gewonnenen Kulturpunkte genutzt werden, um das Ende der Kulturskala zu erreichen. Ein Technologiesieg wird errungen, wenn es gelingt, die Technologie Raumfahrt zu erforschen. Um das zu schaffen, muss der Spieler seine Technologiepyramide hoch genug bauen, um eine Technologie der Stufe V zu erforschen. Ein Wirtschaftssieg wird errungen, wenn ein Spieler es schafft, 15 Münzen anzusammeln. Münzen sind eine Maßeinheit für die Wirtschaftskraft und sie machen eine Zivilisation effizienter. Schließlich kann ein Militärsieg dann errungen werden, wenn es einem Spieler gelingt, die Hauptstadt eines anderen Spielers mit kriegerischen Mitteln zu erobern.
„Civilization: Das Brettspiel“ kommt dabei nicht mit nur einem Spielbrett daher. Nein, als Spieler ist man natürlich auf der Weltkarte unterwegs, die erst einmal aus 16 Landkartenfeldern zusammen gebaut werden muss. Hier wird zu Beginn auch das eigene Stadtplanfeld mit ausgelegt. Diese Felder sind immer genau einer Civilization zugeordnet und können nur von dieser auch ins Spiel gebracht werden. Daneben werden mittels Stadtmarker die eigenen Zivilisationsstätten markiert während Einheitenkarten und Kampfbonuskarten die eher kriegerischer veranlagten Naturen erfreuen dürften. Dazu kommen Aufbaukarten, Staatsformkarten, Technologiekarten, Kulturereigniskarten, Weltwunderkarten und –Marker, Kulturstufenkarten, Marken für große Persönlichkeiten, Militärtechnologiemarker, Schadensmarkern, Münzmarken. Und, und, und: You name it... Zum Glück gibt es da noch die Übersichtsbögen sonst würde man zu Beginn leicht schwindlig ins „Civilization“-Glück starten.
Jeder Zivilisationsbogen nennt nun den Namen der Zivilisation, ihr Staatsoberhaupt, ihre besonderen Fähigkeiten, die anfängliche Staatsform und ihre anfängliche Technologie. Jeder Bogen hat außerdem zwei Drehscheiben. Die aktuelle Summe der Handelspunkte einer Zivilisation wird auf der äußeren Scheibe des Zivilisationsbogen, die Anzahl der Münzen in ihrem Besitz auf der kleineren inneren Scheibe angezeigt.
Jedes einzelne Spielplanteil besteht dann wiederum aus 16 quadratischen Geländefeldern, wobei jedes Feld ein oder mehrere Symbole und/oder Rohstoffe enthalten kann, welche die Spieler dort abbauen. Je nach Landschaft - ob Gebirge, Wald, Grasland, Wüste und Wasser - lassen sich dort dann die verschiedensten Dinge nutzen. Vor Beginn des Spiels wird nun alles ordentlich um den Spielplan drapiert, darunter auch der wichtige Marktplan. Jeder erhält auch schon zu Beginn einige wenige Kampfeinheiten. Doch eins sei hier gleich vorweg genommen, mit Haudrauf und Schluß ist „Civilization: Das Brettspiel“, zumindest am Anfang, nicht militärisch zu gewinnen.
Wenn es dann endlich losgeht, fühlt man sich sofort an den PC-Klassiker erinnert. (Haupt-)Stadt platzieren, stattliche Boni für die eigene Zivilisation kassieren, Figuren einsetzen, Technologie erforschen, Staatsform festlegen und Wirtschaftsscheibe einstellen. Dann heißt es jede Rund Handeln, die eigenen Städte verwalten, Bewegung der eigenen Einheiten und, last but, not least, die Forschung zu steuern.
Mit der Zeit kann man neue Städte gründen, miteinander verhandeln und tauschen, die Städte wiederum selbst verwalten, Figuren produzieren, einsetzen oder verändern. Und schließlich kann man dadurch punkten, indem man sich beispielsweise für den Bau von Weltwundern entscheidet, oder wer es lieber kriegerischen haben möchte, seinen Mitspieler angreift.
FAZIT |Die Möglichkeiten bei Sid Meiers neuestem „Civilization: Das Brettspiel“ sind so vielfältig, dass man sie im Rahmen dieses Artikels höchstens anreißen kann. Tatsächlich fühlen sich „Civilization“-Gamer, die vom PC etc. kommen, hier sofort heimisch, alles ist möglich und alle beginnen bei null. Allerdings will von vornherein wohl überlegt sein, welchem strategischem Pfad man tatsächlich folgt und welchem man den anderen Mitspieler vorgaukelt zu folgen. „Civilization: Das Brettspiel“ ist beileibe kein kurzes Spiel, aber eines der kurzweiligsten Zivilisationsspiele, wenn man erstmal angefangen hat. Dann lässt einen auch 2011 auf einem Spielbrett der CIV-Virus nicht mehr los! [mic]







