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14.04.2010 16:54:04

BEEINDRUCKENDE DOKUMENTATION - The End

Der Londoner Stadtteil East End gehört zu den verrufensten Ecken der britischen Hauptstadt. Armut und Gewalt sind hier an der Tagesordnung, Boxen und Verbrechen die wenigen Perspektiven, die sich einem Großteil der Bevölkerung eigener Einschätzung nach bieten, um der Brutalität des Viertels zu entkommen.
BILDERSTRECKE
The End
PRODUKTINFORMATION
The End

GENRE: Dokumentation
VERLAG: Sunfilm
REGIE: Nicola Collins
ALTER/USK: Ab 16 Jahren
LAUFZEIT: Ca. 78 Minuten
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Mit „The End“, stilvoll in Schwarz-Weiß gedreht, wirft die Filmemacherin Nicola Collins einen schonungslosen Blick in eine Welt, in der Korruption und Schlägereien an der Tagesordnung sind und Gangsterbanden nach ihren eigenen Gesetzen leben und das Quartier fest im Griff haben. Dabei gelingt es Collins, zahlreiche der Akteure für ausführliche Interviews vor die Kamera zu bekommen, die ganz offen und in klaren Worten von ihrem Leben jenseits der Legalität berichten. Die Nähe der Regisseurin zu ihren Protagonisten darf nicht verwundern: ihr eigener Vater steht im Mittelpunkt der Dokumentation, der einst als „Les Falco“ zu den berüchtigsten Gangstern der Insel zählte und der mit seinen Weggefährten eine beispiellose Karriere als Verbrecher hinlegte. „The End“, ausgezeichnet mit zahlreichen renommierten Preisen auf verschiedenen internationalen Filmfestivals, geht in nicht wenigen Momenten unter die Haut und bietet alles anderes als leichtverdaulichen Krimistoff, sondern einen ungemein authentischen Einblick in eine Parallelgesellschaft, die weit weg ist von jeglicher Gangsterromantik. Doch auch wenn Collins ihren Gesprächspartnern zahlreiche brutale Details ihres Verbrecherlebens entlockt, stellt sie diese trotz allem nicht als gewissenlose Monster dar, sondern überlässt es dem Zuschauer, sich seine eigene Meinung über die Protagonisten der beeindruckenden Dokumentation zu bilden.