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15.04.2010 09:31:42

AUSGEZEICHNETER HERRSCHERHORT - Dominion

Als „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet hat man es bei „Dominion“ und dem Nachfolger „Die Intrige“ sowie der zur Messe SPIEL erscheinenden Erweiterung „Seaside“ mit einer vollkommen neuen Art Kartenspiel zu tun. Hier gilt es Karten zu horten. Wer am Ende die größten Ländereien in seinem Stapel hat, wird der Herrscher. GamesOrbit hat ein eigenes Reich gegründet.
BILDERSTRECKE
Dominion - Was für eine Welt
Dominion - Die Intrige
PRODUKTINFORMATION
Dominion - Was für eine Welt

VERLAG: Hans im Glück
AUTOR: Donald X. Vaccarino
GRAFIK: Michael Menzel
SPIELER: 2-4
ALTER/USK: Ab 8 Jahren
DAUER: 30 Minuten
SPIELINHALT: 500 Karten, Sortiereinsatz für die Karten, Spielregeln
PREIS: 29,95 € | Im Handel erhältlich
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Die Monarchen kleiner Königreiche haben Blut geleckt – sie wollen ihren Herrschaftsbereich vergrößern und die angrenzenden Ländereien erobern, ihre Burgen absichern und Schatzkammern mit Reichtümern füllen. Zu dumm nur, dass alle Spieler dieses Ziel verfolgen und es dementsprechend zu einem heftigen Gerangel kommt. „Dominion“ ist ein opulentes Kartenspiel, bei dem man sich aus einem Set von 500 Karten unterschiedliche Spielszenarien zusammenstellen kann. Da sich aufgrund der unterschiedlichen zum Einsatz kommenden Karten variierende Spielmöglichkeiten ergeben, ist der Spielspaß für zahllose Runden sichergestellt. Zudem dauert eine Partie nur ungefähr eine halbe Stunde, was „Dominion“ zur echten Empfehlung für ein schnelles, leicht zu erlernendes Spiel für Zwischendurch macht.

Die immense Anzahl von 500 Spielkarten lässt sich in vier Kategorien untergliedern. Es gibt Geldkarten in drei verschiedenen Wertigkeiten (Kupfer mit Wert 1, Silber mit Wert 2 und Gold mit Wert 3), Punktekarten, die ebenfalls in drei Wertigkeitsstufen untergliedert sind (Anwesen zu 1 Siegpunkt, Herzogtümer, die 3 Siegpunkte einbringen und schließlich Provinzen für je 6 Siegpunkte) sowie Fluchkarten, die einen Siegpunkt abziehen. Diese drei Kartentypen werden immer alle in jedem Spieleszenario eingesetzt. Die Varianten kommen durch die Königreich- oder Aktionskarten hinzu. Davon gibt es 25 verschiedene, die jeweils zehnmal vorhanden sind. Für jedes Szenario wählt man zehn unterschiedliche Königreichkarten aus, von denen die zehn identischen Karten zum Spielkartenset gehören. Die 15 nicht ausgewählten Königreichkarten werden für diese Partie aus dem Spiel entfernt.

Der Spielekarton ist so konzipiert, dass man die unterschiedlichen Karten übersichtlich nach ihrer Funktion einsortieren und entsprechend schnell individuell für sich zusammenstellen kann. Neben einer Grundkonstellation, die sich für die erste Spielrunde empfiehlt, werden in der Spielanleitung noch vier weitere Vorschläge - Großes Geld, Interaktion, Im Wandel, Dorfplatz - mit Vorgaben für die Zusammenstellung der Aktionskarten unterbreitet. Man kann dies aber auch dem Zufall oder den Mitspielern überlassen.

Zu Beginn erhalten alle Spieler sieben Kupferkarten (Geld für Investitionen) sowie drei Anwesenkarte (erste Siegpunkte). Diese Karten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel vor den Spielern abgelegt. Jeder zieht die fünf obersten Karten seines Nachziehstapels und nimmt sie als Handkarten auf. Alle anderen Geld-, Punkte-, Fluch- und Aktionskarten liegen offen als allgemeiner Vorrat aus. Jeder Zug läuft nun nach einem festgelegten Plan ab, der sich in drei Phasen untergliedert: Aktion, Kauf und Aufräumen. Nachdem ein Spieler alle drei Phasen abgeschlossen hat, folgt der im Uhrzeigersinn nachfolgende, der ebenfalls seine drei Phasen durchführt. Pro Zug hat ein Spieler in der Regel die Möglichkeit, eine Aktion und einen Kauf durchzuführen. Die Anzahl kann jedoch im Laufe eines Spiels stark variieren, da mit neu ins Spiel kommenden Aktionskarten diese Optionen erweitert werden.

In Phase Eins wird, sofern vorhanden, von den fünf Handkarten eine Aktionskarte ausgespielt und die entsprechende Aktion durchgeführt. In Phase Zwei hat man die Möglichkeit, eine Karte von den offenen Vorratsstapeln zu kaufen (auch hochwertigere Geldkarten oder Punktekarten können erstanden werden), wenn man unter seinen fünf Handkarten ausreichend Geldkarten zur Verfügung hat. Gekaufte Karten legt man direkt auf den offenen Ablagestapel. Auf diesem landen in der dritten, der Aufräumphase, schließlich auch alle ausgespielten und nicht ausgespielten Handkarten des Spielers. Vom verdeckten Nachziehstapel nimmt er dann direkt wieder die obersten fünf Karten auf die Hand. Dann ist der nächste Spieler mit seinem Zug an der Reihe. Sind weniger als die fünf benötigten Handkarten im persönlichen Nachziehstapel, mischt man seinen Ablagestapel neu und bildet daraus den neuen Stapel. Auf diese Weise kommen alle ausgespielten Karten wieder ins Spiel und das Kartenarsenal eines jeden Spielers, samt den daraus entstehenden Handlungsoptionen, wird umfangreicher. Eingesetzte Geldkarten sind so nach Kaufaktionen nicht verloren, sondern nur für gewisse Zeit nicht nutzbar. Die Punktekarten sind im eigentlichen Spielablauf am hinderlichsten, weil sie nicht eingesetzt werden können. Doch weil derjenige Spieler gewinnt, der in seinem Kartensatz am Ende die meisten Siegpunkte gesammelt hat, sind sie für die Endabrechnung relevant. Ein Spiel endet, wenn der Provinzkartenstapel oder drei beliebige Vorratskartenstapel leer sind.

Es gibt Szenarien, in denen jeder Spieler mehr oder weniger für sich alleine wirtschaftet, in anderen hingegen kommt es zu größeren Interaktionen. Mit Aktionskarten wie der Hexe, der Miliz oder dem Dieb kann man seinen Mitspielern Schaden zufügen, ein eigener Burggraben als Aktionskarte kann diese Angriffe zumindest teilweise abwehren. In der zweiten Edition des Spieles, „Dominion: Die Intrige“ , als eigenständiges Spiel genauso spielbar wie als Erweiterung, gibt es zudem 25 neue Aktionskartensets sowie Basiskarten wie Geld und Siegpunkte, die neue abwechslungsreiche Spielrunden ermöglichen. Mit kombinierten Karten, die sowohl als Punkte zählen als auch weitere Karten oder Aktionen zulassen, halten neue Möglichkeiten Einzug ins Spiel. Die Harem-Karten sind beispielsweise nicht nur ein Ort, der zwei Siegpunkte bringt, sondern sind auch noch zwei Gold wert. In der ersten „Dominion“-Erweiterung „Seaside“ stecken jede Menge neuer Karten mit denen Taktik und Strategie noch variabler werden. Für schöne und spannende Unterhaltung ist also auch in Zukunft gesorgt.

FAZIT |  

Der Spielemechanismus von „Dominion“ ist wahrlich neu und innovativ. Jeder Spieler arbeitet mit einem ständig größer werdenden persönlichen Spielekartenstapel, in dem Geldkarten, Aktionskarten und Siegpunktkarten vorhanden sind. Nicht alle diese Karten nützen einem in dem Moment, in dem man sie auf die Hand bekommt. Insbesondere die Siegpunktkarten erweisen sich oft als hinderlich, sind aber am Ende spielentscheidend. Je nachdem, welche Karten man aus dem gemischten Nachziehstapel auf die Hand bekommt ist zwar ein gewisser Glücksfaktor gegeben, aber durch unterschiedliche Strategien beim Einkauf der neuen Karten kann jeder Spieler seine eigenen Taktiken verfolgen. Gerade in der zweiten Edition „Die Intrige“ kann man auf Grund der erweiterten Kombinationsmöglichkeiten noch taktischer spielen. Ein schnelles und immer wieder neues Kartenspiel, das sich jeder nach eigenem Gutdünken zusammenstellen kann und das schnell süchtig macht.

WEITERHIN ERHÄLTLICH:
DOMINION - DIE INTRIGE
2-4 Spieler | Ab 8 Jahren | 30 Minuten | 500 Karten, Sortiereinsatz für die Karten, Spielregeln | 29,95 € ( Im Handel erhältlich)

DOMINION - ERSTE ERWEITERUNG: SEASIDE
2-4 Spieler | Ab 8 Jahren | 30 Minuten | 300 Karten, Sortiereinsatz für die Karten, Spielregeln | 29,95 € | ( Im Handel erhältlich)